Geschichte
Le Carreau- Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan ist ein gemeinnütziger Verein (nach lokalem Recht) unter dem Vorsitz von Herrn Romain Kotik. Er wird vom Staat über die Direction Régionale des Affaires Culturelles Grand Est, von der Région Grand Est sowie von der Ville de Forbach im Rahmen einer mehrjährigen Zielvereinbarung gefördert. Zusätzlich erhält er einen jährlichen Zuschuss von der Communauté d’agglomération de Forbach Porte de France.
Le Carreau gehört zum Netzwerk der 78 nationalen Bühnen („Scène nationales “), die über das französische Mutterland und die Überseegebiete verteilt sind. Dieses 1990 geschaffene Label wird vom französischen Kulturministerium an Einrichtungen vergeben, die ein umfassendes Kulturprojekt verfolgn, den Gedanken der Dezentralisierung fördern und die Vorgaben sowie Aufgaben der nationalen Bühnen erfüllen. Diese Aufgaben wurden vom Parlament im Rahmen des Gesetzes, Gesetz LCAP, von 2016 festgelegt und bekräftigen die Verantwortungen und den öffentlichen Auftrag der nationale Bühnen : die Verbreitung zeitgenössischer künstlerischer Produktion, die Wahrung des Prinzips der künstlerischen Spartenvielfalt, die Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern bei ihrer kreativen Arbeit, die Förderung von Partnerschaften mit anderen kulturellen Einrichtungen der Region, um ein umfassendes und vielfältiges Kulturangebot bereitzustellen, sowie die Mitwirkung an der kulturellem und künstlerischen Bildung der Bevölkerung und die Demokratisierung des Zugangs zur Kultur.
Ab 2026 – Nicolas Le Potier
Im Frühjahr 2026, wurde Nicolas Le Potier zum Direktor des Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan ernannt.
Ab September 2026 wird er die Spielzeit zum 30-jährigen Bestehen der nationalen Bühne gestalten und in der Region das künstlerische und kulturelle Projekt umsetzen, das er für die nationale Bühne entwickelt hat.
(Das Projekt von Nicolas Le Potier)
2020 – 2025 – Grégory Cauvin
Grégory Cauvin verfolgt ein künstlerisches Projekt, das auf Vielfalt und Offenheit für ein möglichst breites Publikum basiert. Er setzt die historischen Kooperationen fort, insbesondere die grenzübeschreitenden Partnerschaften mit den Festivals LOOSTIK, Pespectives und Primeurs sowie mit dem Festival Migrations. Darüber hinaus organisiert er regelmäßig dezentrale Aufführungen an Partnerorten wie dem Parc Explor Wendel, dem Festsaal Rosbruck und der Völklinger Hütte.
Im Jahr 2024 integriert er die nationale Bühne in das neue europäische Projekt GRACE, das bis 2026 mehrere Akteure aus der Region Grand Est sowie aus Deutschland, Belgien und Luxemburg vereint.
2016 – 2019 – Fabienne Lorong
Fabienne Lorong setzt die Arbeit ihres Vorgängers fort und baut die Vernetzung vom Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan weiter aus.
Le Carreau tritt dem Netzwerk Quint’Est sowie dem Netzwerk CIEL bei, das später zu Grand Ciel wird.
Im September 2016 feiert die nationale Bühne ihr 20-jähriges Bestehen.
2005 – 2015 – Frédéric Simon
Der Wille von Frédéric Simon, ein grenzüberschreitendes Gemeinschaftsprojekt zu verwirklichen, wurde mit dem Start des europäischen Projekts ArtBrücken umgesetzt. Dieses entstand 2011 aus der Zuammenarbeit zwischen Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan und der Stiftung für die deutsch-französische Kulturelle Zusammenarbeit.
Das Projekt ArtBrücken umfasst den Bereich der Zeitgenössischen Darstellenden Künste und wird von zahlreichen lokalen und regionalen Partnern unterstützt. Durch kulturelle Maßnahmen ermöglicht es den Aufbau von Brücken zwischen den Einwohnerinnen und Einwohnern unserer Region, zwischen Künstlern und Kulturakteuren der Großregion sowie die Finanzierung grenzüberschreitender Kooperationen.
Beispiel für konkrete Projekte, die dank ArtBrücken entstanden sind :
- Gründung des LOOSTIK-deutsch-französisches Festival für junges Publikum ;
- Einrchtung eines deutsch-französischen Theaterworkshops ;
- Einführung kostenloser Shuttelbusse, um dem Publikum das Reisen beiderseits der Grenzen zu erleichtern ;
- Systematische Übertitelung der Aufführngen auf Deutsch sowie Installation einer zweisprachigen Innenbeschilderung
Künstlerresidenzen : Cécile Bakes, Ali Salmi, Jean-Paul Wenzel.
2002 – 2005 – Philippe Chamaux
Philippe Chamaux setzt die von seinem Vorgänger begonnene Arbeit fort und baut das Programmangebot für junges Publikum weiter aus.
1996 – 2002 – Laurent Brunner
1996 wurde Laurent Brunner vom französischen Kulturminister zum ersten Direktor des Le Carreau – Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan ernannt. Le Carreau engagiert sich ambitionierten Koproduktionen rund um bedeutende Veranstaltungen ; außerdem wurde eine erweiterte territoriale Partnerschaft mit den Städten des Syndicat Intercommunal de l’ACBHL sowie den kulturellen Einrichtungen deutscher Städte aufgebaut.
Bereits zu Beginn seiner Amtszeit erkannte Laurent Brunner die Bedeutung dieses Grenzgebietes zu Deutschland und führte Französisch und Deutsch auf sämtlichen Kommunikationsmedien von Le Carreau ein. Er lud deutsche Künstler wie Thomas Ostermeier und Frank Castorf ein und etablierte die Übersetzung sowie die französische Übertitelung deutschsprachiger Aufführungen.