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TANDEM TERRA PATRUM

TANDEM TERRA PATRUM

Cie TGNM

Do
11.01
20:00
Deutsch-Französisches Stück
65 min

Beim Tod des Vaters nehmen zwei Söhne ihr Hab und Gut in Besitz, das väterliche Haus. Doch bis dato wusste keiner von der Existenz des anderen. Der eine, der Adoptivsohn, der überzeugt davon war, der einzige Sohn zu sein, hat immer bei dem Mann, der ihn aufgenommen hat, in Schwieck in Bayern gelebt. Der andere lebt in Frankreich und erfährt von seinem Vater an dessen Todestag. Der erste kennt alle Rituale, die Sprache und die Geschichten dieses bayrischen Dorfes. Der zweite teilt mit den Bewohnern weder die Sprache noch die Geschichte. Er spricht Französisch. Wie sich verständigen? Wird der Adoptivsohn, der mit seinem Boden verwurzelt ist, dem verschwiegenen Sohn, der in diesem ihm unbekannten und völlig fremden Land verloren ist, sein Erbteil überlassen? Auf der mit Sägemehl ausgelegten Bühne ist die Technik sichtbar. Videos und Übertitel werden auf eine Leinwand geworfen, die einen mobilen Spielraum schafft. Die Figuren wechseln zwischen Dunkel und Licht, stoßen sich ab, ziehen sich an. Wenn der patriotische Gesang zum Zusammenschweißen der Gemeinschaft am Morgen erklingt, dann endet er im Schrei, der das kommende Fanal ankündigt. Aber Blutsbande irren nicht…

Text Gregor Koppenburg, Thomas Gourdy Spiel Thomas Gourdy, Nicolas Marchand Licht Thomas Coux Inspizienz Maxime Haag Diffusion Comme il vous plaira